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02.05.2011

AI@50

Am 28. Mai 2011 wird Amnesty International 50. Am 28. Mai 1961 veröffentlichte der britische Rechtsanwalt Peter Benenson in der Zeitung „The Observer“ den Artikel „The Forgotten Prisoners“. Der Anlass war die Inhaftierung zweier portugiesischer Studenten, die auf die Freiheit angestoßen hatten. Aus diesem Artikel entwickelte sich binnen kürzester Zeit eine globale Bewegung für die Freilassung gewaltloser politischer Gefangener und gegen Folter und Todesstrafe, die im Jahre 1977 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde und sich mittlerweile zur größten Menschenrechtsorganisation der Welt entwickelt hat. Grund zum Feiern?

Viel erreicht, noch viel mehr zu tun

In der Tat gibt es durchaus Einiges zu feiern, denn durch die unermüdliche Mitarbeit von Millionen von ehrenamtlich tätigen Amnesty-Mitgliedern und dank der finanziellen und persönlichen Unterstützung zahlreicher Förderer auf der ganzen Welt hat Amnesty International viel erreicht:

  • 72 Staaten haben seit der von Amnesty 1977 abgehaltenen „Konferenz zur Abschaffung der Todesstrafe“ in Stockholm die Todesstrafe abgeschafft -- damit gibt es in der Mehrzahl aller Staaten keine Todesstrafe mehr;
  • 1998 beschloss eine UNO-Konferenz in Rom die Errichtung des von Amnesty International seit 1993 geforderten Internationalen Strafgerichtshof, der für eine politisch unabhängige Ahndung der schwersten Menschenrechtsverletzungen zuständig sein soll;
  • von Amnesty International durchgeführte "Urgent Actions" zum Schutz akut von Menschenrechtsverletzungen bedrohter Menschen haben in etwa einem Drittel aller Fälle Erfolg und haben so schon Hunderten das Leben gerettet.

Solche Erfolge sind aber kein Grund, sich auf Lorbeeren auszuruhen (einmal ganz abgesehen davon, dass Lorbeeren eine äußerst unbequeme Unterlage abgeben ...), denn es gibt noch viel zu tun:

  • 58 Staaten, darunter mit China, den USA und dem Iran die eifrigsten Vollstrecker von Todesurteilen, halten nach wie vor an der Todesstrafe fest;
  • weltweit sind im Rahmen des "Kriegs gegen den Terror" zahlreiche Einschränkungen bürgerlicher und politischer Rechte verabschiedet worden, und es kam zu zahlreichen Menschenrechtsverletzungen, einschließlich der willkürlichen Inhaftierung Unschuldiger im Gefangenenlager Guantanamo;
  • nach wie vor sind in zahlreichen Ländern der Erde viele Menschen, insbesondere Arme, Frauen und Angehörige ethnischer oder religiöser Minderheiten in ihrem tagtäglichen Leben mit Gewalt und Menschenrechtsverletzungen konfrontiert.

Aber das soll uns die Freude über das Erreichte nicht verdrießen ...

Feiern in Mainz

Den 50. Geburtstag wollen wir in Mainz feiern, und zwar:

  • mit einem BENEFIZ-KONZERT am Freitag, 27.05.2011 im Kulturclub Schon Schön mit den "Champions" und "Million Dollar Handshake" sowie dem "multicolour dj team", und
  • mit einer AUSSTELLUNG am Samstag, 28.05.2011 auf dem Schillerplatz, bei der es um 15:00 Uhr einen "Toast to Freedom" geben soll, bei dem im Andenken an den Anlass der Gründung von Amnesty auf die Freiheit angestoßen werden soll.

Wir freuen uns auf Euer Mitfeiern!