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Darstellung von Gefangenen in Guantanamo

25.01.2012

GUANTÁNAMO: ZEHN JAHRE MISSACHTUNG DER MENSCHENRECHTE

Am Donnerstag den 19.01.2012 hat die Amnesty Hochschulgruppe auf dem Campus eine Aktion gegen den Fortbestand von Guantanamo organisiert. Wie haben die Studierenden Informiert und Unterschriften gesammelt. Über 300 Menschen gaben ihre Stimme für die Menschenrechte!

171 GEFANGENE WEITERHIN OHNE FAIRES VERFAHREN AUF UNBESTIMMTE ZEIT EINGESPERRT / OBAMA MUSS GEFANGENENLAGER SCHLIEßEN

Seit nunmehr 10 Jahren werden auf Guantánamo Menschen, oft ohne Anklage und auf unbestimmte Zeit, interniert. Diejenigen gegen die Anklage erhoben wird, werden vor Militärgerichte gestellt. Einige müssen die Todesstrafe fürchten. Sie erleiden ungerechte und unmenschliche Behandlung, viele wurden gefoltert. Unter allen Gefangenen die in den letzten Jahren dort festgehalten wurden waren 12 noch minderjährig, der jüngste gerade einmal 15 Jahre alt. Präsident Obama hatte im Wahlkampf 2008 versprochen das Gefangenenlager auf Kuba binnen eines Jahres zu schließen. Vier Jahre nach Amtsantritt ist die Schließung immernoch in weiter Ferne. Seit letztem Jahr dürfen, trotz vorheriger Aussetzung durch den Präsidenten, wieder neue Militärtribunale abgehalten werden. Mit dem Gesetz zum Militärhaushalt 2012 wurde im Dezember die Überführung von Gefangenen auf amerikanischen Boden, und damit die Schließung des Lagers, faktisch unmöglich gemacht.

Amnesty International fordert von Präsident Obama:

  • Guantánamo-Häftlinge müssen entweder in einem fairen Verfahren angeklagt werden, oder in Länder freigelassen werden, die ihre Menschenrechte achten, auch in die USA, wenn dies die einzige Möglichkeit darstellt;
  • Die US-Militärkommissionen, die den internationalen Standards für ein faires Gerichtsverfahren nicht genügen, müssen ausgesetzt werden, ebenso wie die Anwendung der Todesstrafe;
  • Ehemalige oder aktive US-Staatsdiener, die für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind, müssen dafür strafrechtlich belangt werden, auch für Straftaten, die unter internationales Recht fallen, so wie Folter und Verschwindenlassen. Opfer von Menschenrechtsverletzungen müssen angemessen entschädigt werden;
  • Die USA müssen die Gültigkeit der internationalen Menschenrechtsgesetzgebung anerkennen und respektieren, wenn sie Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung durchführen, darunter auch bei der Haft in Guantánamo, sowie in Haftanstalten wie in Bagram (Afghanistan) und anderswo.

Für all dies haben wir am 19.01. Eure Unterschiften gesammelt. Wir hatten einen Informationsstand aufgebaut an dem Ihr Euch umfänglich über unsere Forderungen informieren konntet.

305 Menschen gaben ihre Unterschift für Menschenrechte und stimmten so ein in den globalen Protest gegen Guantanamo!

Einige von uns trugen die typischen orangenen Anzügen der Gefangenen auf Guantánamo und versuchten, in den bekannten Posen, zu vermitteln wie dort Menswchen behandelt werden. Unten seht Ihr ein Foto der Aktion.

Wir bedanken uns bei allen die unsere Petition Unterzeichnet haben!

Weltweit sammelte Amnesty 160.000 Unterschiften. Weitere Infos findet Ihr >>> hier