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Reihe 2

Filmreihe der Amnesty International Hochschulgruppe Mainz zum Thema Menschenrechte weltweit

31. Mai 2010 um 20.00 Uhr im LOMO


14 Tage im Mai

(Vorprogramm: China Executions)

Am 17. Mai zeigen wir zum Thema Todesstrafe zunächst den packenden Dokumentarfilm "China Executions" aus China und anschließend den für BBC London gedrehten "14 Tage im Mai", mit freundlicher Unterstützung des LOMO, Ballplatz 2.

DVD / 60 min / 1987 / deutsch / englisch

1979 wurde der Afroamerikaner Edwar Earl Johnson im US-amerikanischen Bundesstaat Mississippi des Mordes an einer weißen Frau angeklagt. Er wurde in einem Indizienprozess und auf der Grundlage eines erpressten und sptäer widerrufenen Geständnisses zum Tode verurteilt. Seine Unschuld steht nahezu fest. Nach achtjährigem Kampf wurde er 1987 hingerichtet. Es werden die Vorbereitungen für die Hinrichtung gezeigt und Begenungen mit seiner Familie, seinem Anwalt, sowie Gespräche mit dem Gefängnisdirektor dokumentiert. Bis zur letzten Minute hofft er auf die Möglichkeit eines Berufungsverfahrens oder auf seine Begnadigung.


Archiv

8. März 2010 im LOMO Mainz


Moolaadé

Zum Weltfrauentag und als feierlichen Auftakt von Reihe 2 zeigte Amnesty International den packenden Spielfilm zum Thema "weibliche Genitalverstümmelung" in der beliebten Buchbar, Lounge und Restaurant LOMO, Ballplatz 2 in Mainz.

Heidi Besas von der Frankfurter Amnesty International-Gruppe hat vorab einen kurzen Vortrag über das Thema Genitalverstümmelung bei Mädchen gehalten.

DVD / 120 min / 2004 / Original Fassung mit deutschen Untertiteln

Der Spielfilm ist eine Parabel über die Tradition der Beschneidung junger Mädchen in Afrika sowie den mutigen Kampf einer jungen Frau gegen die aktuelle Praxis dieses Rituals. Vier Mädchen, die sich weigern sich beschneiden zu lassen, suchen Schutz bei einer Frau mit einem starken Willen, die ihre eigene Tochter vor der Beschneidung bewahrt hat. Als die anderen Bewohner des Dorfes und ihre Verwandten versuchen sie zu zwingen, sich von den Mädchen zu trennen, beruft sie sich auf den altehrwürdigen Brauch des »Moolaadé«, das einen unantastbaren Schutzraum, Zufluchtsstätte bietet. Selbst als die Heirat ihrer Tochter durch ihre mutige Haltung gefährdet wird, behauptet sie ihre Stellung.


22. März 2010 im ZMO Mainz


Ruhnama

Zwei Wochen später beschäftigten wir uns mit dem Thema Menschenrechte & Unternehmensverantwortlichkeit, mit freundlicher Unterstützung des ZMO Mainz, Mombacher Str. 2 (gegenüber vom Nero's).

Hierzu begrüßten wir Herrn Matthias Wühle, Autor des erfolgreichen Buches Mit CSR zum Unternehmenserfolg, der uns im Vorfeld eine spannende Einführung in das Thema Unternehmensverantwortlichkeit gegeben hatte.

DVD / 90 min / 2007 / deutsche Fassung / Turkmenistan

Der Dokumentarfilm dreht sich um Saparmurat Nijasow, den kürzlich verstorbenen Diktator von Turkmenistan. Nijasows System ist repressiv wie Nordkorea, aber inszeniert wie eine Operette. Seine Herrschaft stützt sich auf einen Personenkult stalinistischer Monstrosität, erbarmungslose Unter- drückung – und lukrative Geschäfte mit dem Westen. Was, fragt Regisseur Arto Halonen, bewegt inter- nationale Konzerne wie DaimlerChrysler, Siemens, Bouygues oder Caterpillar dazu, die Propaganda des Diktators zu finanzieren? Die Antwort liegt nahe: Turkmenistan ist reich an Öl- und Gasvorkommnissen und der Weg zu den Ressourcen des Landes führt allein über Nijasow. Der Großteil der turkmenischen Bevölkerung dagegen lebt in bitterer Armut.


08. April 2010 im Ciné Mayence


Rachida

Am 08. April zeigten wir zum Thema Armut & Bildung einen packenden Spielfilm aus Algerien, mit freundlicher Unterstützung des Ciné Mayence, Schillerstraße 11.

Vorab gab uns Dennis Bressel von Unicef Mainz eine kurze Einführung in das Thema Armut und Bildung.

DVD / 100 min / 2002 / Original Fassung mit deutschen Untertiteln

Der Spielfilm erzählt von den schlimmsten Jahren des Terrors in Algier. Die junge Lehrerin Rachida lebt und arbeitet in einem der alten Stadtviertel der Hauptstadt. Eines Morgens wird sie auf dem Weg zur Arbeit von einer Gruppe junger fundamentalistischer Terroristen umringt, die ihr aufgelauert haben - darunter einer ihrer ehemaligen Schüler. Sie fordern von ihr, eine Bombe in die Schule zu transportieren. Trotz ihrer Angst weigert sich Rachida, das Attentat auszuführen. Einer der Terroristen schießt sie nieder, aber sie überlebt schwer verletzt. Nach der Genesung verlässt sie mit ihrer Mutter Algier, um der traumatischen Erinnerung zu entfliehen und in einem kleinen Dorf im Haus einer Verwandten Zuflucht zu finden. Dort findet sie sich langsam in die dörfliche Lebenswelt ein und erfährt die Solidarität der Frauen untereinander. Nach wenigen Monaten beginnt sie wieder zu unterrichten - aber die Ruhe erweist sich als trügerisch.


19. April 2010 im Pengland Mainz


Prestes Maia

Am 19. April zeigten wir im Rahmen von Demand Dignity - Wohnen in Würde einen Film aus Brasilien.

Hierbei erzählten uns Aktivisten von Seara etwas zur aktuellen Situation der Lebensbedingungen in São Paulo.

DVD / 52 min / 2009 / deutsche Fassung / Brasilien

Der Dokumentarfilm handelt von Menschen in São Paulo, die ihr Recht auf Wohnen durch die Besetzung von leerstehenden Hochhäusern wahrnehmen und zeigt den Kampf der Obdachlosenorganisation für die Bürgerrechte von Familien in Armut. Während der Dreharbeiten wird das besetzte Gebäude „Prestes Maia“ von der Behörde geräumt, die Menschen werden durch die Arbeit der Obdachlosenorganisation in Sozialwohnungen am Rande São Paulos untergebracht oder erhalten einen einmaligen Mietzuschuss, um eine Wohnung finanzieren zu können. Einige Familien bleiben jedoch im Zentrum São Paulos und besetzen mit Unterstützung der Organisation ein weiteres leerstehendes Hochhaus mit dem Ziel, weitere Abkommen mit den Behörden zu schließen. Im Mittelpunkt des Film steht Ivanete de Araújo, die Hauptkoordinatorin der Obdachlosenorganisation, die früher selbst obdachlos war.


03. Mai 2010 um 20.00 Uhr im LOMO


Hotel Sahara

Am 03. Mai zeigten wir zum Thema Flüchtlinge, Asyl und Resettlement/Neuansiedlungen einen packenden Spielfilm aus Mauretanien, mit freundlicher Unterstützung des LOMO, Ballplatz 2.

DVD / 86 min / 2009 / französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln / Mauretanien

Hotel Sahara – der Dokumentarfilm ist eine Metapher für das Zwischenstadium von Flüchtlingen, die zwar ihre Heimat schon verlassen haben, aber immer noch nicht an ihrem Ziel angekommen sind. Der Fokus des Films ist Nouhadibou, eine Stadt im westafrikanischen Mauretanien – eine unwirtliche Transitstation, die Zehntausende von Menschen beherbergt, die nur einen Traum im Kopf haben: Europa. Reisende aus allen Staaten südlich der Sahara erreichen diesen „melting-pot“, von dem aus sie versuchen, in kleinen Booten von Mauretanien nach Europa auf die Kanarischen Inseln zu gelangen. Der Film handelt von Kreuzungen und Wegen, vom Kommen und Gehen, vom Hoffen und Warten auf ein besseres Leben. In den Portraits und Geschichten der Migranten zeigt sich, wie sinnlos es ist, „echte“ von „unechten“ Flüchtlingen unterscheiden zu wollen.



Waltz with Bashir

Am 17. Mai zeigten wir zum Thema Grenzüberschreitung den internationalen Blockbuster aus Israel an der Uni Mainz.

Hierzu haben wir als Referenten Mitglieder der Hochschulgruppe "Gerechter Frieden für Palästina und Israel" der Uni Mainz begrüßt, die uns vorab eine kleine Einführung in den Nahost-Konflikt gegeben hatten.

DVD / 87 min / 2008 / deutsche Fassung oder hebräische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Israel, Libanon

Der trickfilmanimierte Dokumentarfilm handelt vom Krieg zwischen Israel und Libanon 1982 und basiert auf realen Interviews und Ereignissen. Er wird erzählt aus der Perspektive des Regisseurs Ari Folman, der damals als israelischer Soldat im Libanon stationiert war: Folman (als Trickfilmfigur) spricht in einer Kneipe mit seinem Freund Boaz über seinen Albtraum mit einer großen Meute von 26 zähnefletschenden Hunden, der ihn immer wieder im Zusammenhang mit ihrem gemeinsamen Einsatz als Soldaten im Libanon heimsucht. Folmans Erinnerungen daran sind jedoch verdrängt und werden im Laufe des Filmes erst nach und nach freigelegt. Befragungen von anderen Kriegsteilnehmern sowie einem Kriegsreporter rekonstruieren das reale Geschehen, an das Folman keine bewusste Erinnerung mehr hatte. Der Film endet mit einem gleitenden Übergang von Zeichentrickszenen der verzweifelten, weinenden Hinterbliebenen zu Original-Filmaufnahmen – dabei werden dokumentarische Aufnahmen der Ermordeten des Massakers von Sabra und Schatila gezeigt.